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31 Etappe von Tekirdağ nach Silivri

Bevor ich vom heutigen Tag berichte, möchte ich von gestern Abend noch einen Nachtrag bringen. Als ich mich am frühen Abend auf den Weg zu einem Bummel durch Tekirdag gemacht habe, bin ich erst mal etwas ziellos durch die Straßen geschlendert. Die Stadt, wie auch schon Kesan, ist voll mit kleinen Geschäften, die ihre Auslagen absolut vollgestopft haben mit Allem was es im Laden zu kaufen gibt. Außen große Schilder und viel bling-bling. Dazu viel Geschrei und der Lärm des Verkehrs.


Dann bin ich in ein großes Gebäude eingetreten, in dem es laut google einen Lebensmittelladen geben sollte. Dieses Gebäude entpuppte sich als super schicke Großstadt-Shopping-Mall, die man eher in Istanbul, Berlin oder einer anderen europäischen Großstadt vermutet hätte. 4 Ebenen Konsumtempel vom feinsten. Wieder eine Überraschung.



Der heutige Tag begann wieder früh, aber diesmal mit einem schönen Frühstücksbuffet in meinem Hotel. Gegen 7:30 Uhr bin ich dann gestartet. Wieder auf eine wenig attraktive Strecke. Wie die letzten beiden Tage auch: entweder Autobahn oder Schotterstraße. Ich bin überwiegend die Autobahn gefahren. Wenn man es positiv sieht, dann gibt es in der Türkei von der Grenze bis nach Istanbul eine eigene Spur, die nur von mir genutzt wird. Ist nur Teil einer Autobahn - man kann nicht alles haben und außerdem kommt man gut voran.



Damit sind die Highlights der Strecke auch schon berichtet. Im Relive Film habe ich versucht zumindest einige Bilder von der Strecke unterzubringen. Spektakulär geht aber anders. Ist halt so in diesem Teil der Radreise.


Dafür hat mich mein Zielort Silivri sehr sehr freundlich empfangen. Das farbenfrohe Haus, dass ich bei der Ankunft vom Strand aus fotografiert habe, war am Ende mein Hotel - und es ist wieder ein tolles.



Absolut nette Promenade mit eigenen Radwegen, ein kleiner Hafen, wieder eine quirlige bunte Stadt, Strände und Tiere im Wasser. Meine Pläne für`s Schwimmen habe ich dann verworfen.



Auf dem Hauptplatz sprach mich dann Cedar an. Er hat 25 Jahre in Berlin gelebt und gearbeitet, dann auch in Rom und in Spanien und ist seit 7 Jahren wieder in der Türkei. Wir haben uns eine intensive halbe Stunde über den Sinn des Lebens unterhalten und uns dann als Freunde verabschiedet - so geht`s halt auch.



Bisher habe ich das Thema immer etwas ausgeblendet. Aber morgen endet die Etappe in Istanbul und damit der "aktive" Teil der Radreise. Ich bin auf morgen gespannt und wie es sich anfühlt nach 5 Wochen ein Ziel zu erreichen, an dem man unterwegs auch erheblich gezweifelt hat. Aber heute ist noch Silivri zu entdecken.



Die Bilder der heutigen Etappe:



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