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23. Etappe von Bitola nach Edessa

Aktualisiert: 9. Juni 2023

Frühstück habe ich heute in einem Café in der Nähe meines wirklich tollen Appartments bekommen. Das typische Buffet hat auf der einen Seite süße Teilchen und süße Aufstriche und auf der anderen Seite Tomaten, Gurken, Schafskäse, Wurst und Rührei. Von beidem etwas und um 8:30 Uhr war ich auf dem Weg. Heute stand ein neuer Länderpunkt auf dem Plan: Griechenland


Wie oft war der Weg aus der Stadt heraus nicht der schönste. Außerhalb von Bitola ließ der Verkehr bald nach und ich hatte die 16 km bis zur griechischen Grenze schnell erledigt. Der Grenzübergang kann öder und schmuckloser nicht sein. Wirklich wahrzunehmen war, das mit dem Übergang zu Griechenland die Straßen frei von mannsgroßen Schlaglöchern waren und kein Müll mehr in großen Mengen die Straßenränder ziert - ist besser so.



Die ersten 30 km ging es durch eine flache Ebene. Bis auf eine längere Gravel-Passage gibt es wenig zu berichten. Am Straßenrand sieht man zunehmend kleine Andachtsstätten. Diese sehen aus wie kleine Kirchen und sind es auch. Früher als Gebetsstätte für die Bauern, wenn die Kirche zu weit weg war. In jüngerer Vergangenheit als Gedenkstätte für Unfälle die gut oder tragisch ausgegangen sind.



Im zweiten Teil der Strecke standen heute die Höhenmeter auf dem Programm. Kurz nach der Hälfte war die Bergwertung des Tages bei knapp 1.000 Meter Höhe. Die Aussicht wie immer klasse - aber anders als in Nordmazedonien.



Danach ein wirklich liebliches Tal, das mal wieder menschenleer war und sich über 15 km zwischen den Hügeln erstreckte. Allerdings ganz alleine war ich nicht. Die Begegnung mit den wilden Hunden waren bisher alle glimpflich abgelaufen. Entweder waren die Tiere ängstlich oder haben ein bisschen gebellt. Mein Plan: langsamer werden, nicht flüchten! hat bisher funktioniert. Mir war aufgefallen, dass mit dem Übergang zu Griechenland das Selbstbewußtsein dieser Hunde sprunghaft angestiegen ist. Bisher waren sie allerdings immer einzeln unterwegs. Nun sah ich mich plötzlich von 5 Vierbeinern umringt, die nicht spielen wollten, miese Laune hatten und offensichtlich mich auch nicht durchlassen wollten. Meine Strategie "langsamer werden" ist mir diesmal echt schwer gefallen. Nachdem sie sich einige Zeit bellend an mir abgearbeitet hatten, ließen sie doch ab von mir - dem Himmel sein Dank. Danach habe ich allerdings zugesehen wieder an die Hauptstraße mit mehr Verkehr zu kommen und die letzten 20 km zu Ende zu bringen.


Edessa, so findet man es bei Google, wird auch die Stadt des Wassers genannt. Die Stadt ist mit vielen Kanälen und Wasserläufen durchzogen und liegt an einer Felskante. Die Kanäle münden in einen beeindruckenden Wasserfall, der die größte Attraktion hier ist.



So, morgen geht es flach und unspektakulär nach Thessaloniki wieder ans Meer. Darauf freue ich mich und auf einen Ruhetag in der Hafenstadt.


Hier die heutige Tour:



147 Ansichten3 Kommentare

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3 comentarios


Wilde Hunde sind nicht lustig - da hast du wohl echt Glück gehabt! Der Wasserfall ist ja klasse, was für eine Kraft!

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Habe mir das gerade mal auf der Karte angesehen. Echt super, welche Strecke Du schon zurückgelegt hast!! Thessaloniki ist bestimmt eindrucksvoll und von dort ist es ja auch gar nicht mehr so weit bis zur türkischen Grenze. Wie liegst Du denn im Zeitplan? Viele Grüße…Tom

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thelenstefan
thelenstefan
09 jun 2023
Contestando a

Hallo Tom, bin gerade in Thessaloniki angekommen. Ist auf alle Fälle eine trubelige Großstadt. Ich beziehe jetzt erst mal mein Apartment und dann schaue ich mal in die Stadt. Wohne hier ziemlich zentral.

Nach dem Pausentag geht es tatsächlich in die letzte Runde 600 km + x sind es noch bis Istanbul. Viele Grüße Stefan

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