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18. Etappe von Shkoder nach Tirana

Heute als mich nach dem Früstück auf das Rad gesetzt habe, hatte ich Zweifel ob der Tag genug Ereignisse liefert, um einen Blog einigermaßen gehaltvoll zu füllen. Die Zweifel waren vollkommen unbegründet. Die Antwort: ein klares ja!


Heut standen kaum Höhenmeter auf dem Programm. Besonders in der ersten Hälfte entsprach das Höhenprofil der Topografie des Peiner Umlandes - optische Ausnahme die Berge im Hintergrund. Kurz nach Shkoder ging es weg von der Hauptstraße über kleine Nebenstraßen in einem super Zustand nahezu ohne Verkehr. Dazu ein leichter Rückenwind. Das ist wie Moped fahren. Oder um es von der emotionalen Lage zu umreißen, möchte ich hier meinen geschätzten Kollegen Sebastian Luther zitieren: Das ist wie keine Termine und leicht einen sitzen.



Nach der Hälfte der Strecke habe ich mich in einem kleinen Ort in ein Café gesetzt, um eine Pause einzulegen und einen Espresso zu trinken. Ich hatte mich noch nicht hingesetzt, da lud mich mein Tischnachbar zu sich ein. Es war Bujar, dessen Deutsch und Englisch so gut wie mein Albanisch ist. Nichts desto trotz haben wir uns irgendwie unterhalten. Am Ende hat er mich noch eingeladen - unglaublich nett.



Im zweiten Teil ist es dann etwas welliger geworden, so dass ich zumindest auf meine knapp 450 Höhenmeter noch gekommen bin. Die Fahrt ins Zentrum nach Tirana verlief zunächst entlang des Flughafen. Kurz vor meinem Ziel warteten dann noch zwei Mutproben auf mich. Beide Mutproben verdanke ich der Tatsache, dass ich zum Finden des Hotels von Komoot auf Google Maps als Navi umgestiegen bin - Dankeschön Alphabet. Zunächst führte mich die Software über eine provisorische Hängebrücke. Ich war mit tatsächlich nicht sicher ob ich das wagen sollte. Doch Umkehren war keine Option.



Die zweite Mutprobe war durch einen Bazar auf dem vermutlich nur Locals einkaufen. Auf alle Fälle war ich mit meinem Rad und dem Outfit so fremd als ob ich von einem anderen Stern gekommen bin. Na bitte der Tag hat doch einiges bisher zu bieten gehabt.



Morgen mache ich einen Tag Pause und werde mir Tirana anschauen, die Etappen für die nächsten Tage bis nach Thessaloniki planen und mich ausruhen.


Hier noch der Verlauf der heutigen Strecke:



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2 Comments


Lieber Stefan, ich bin sehr gespannt auf deine Eindrücke von Tirana! So nah dran und doch so unbekannt und gefühlt unendlich weit weg… obwohl - eigentlich ist´s ne Fahrrad-Entfernung, jedenfalls wenn man Stefan heißt! 😉💪

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thelenstefan
thelenstefan
Jun 02, 2023
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Hallo Gerd, Albanien ist vielleicht nicht das typische Land für Flitterwochen. Ich fühle mich hier aber ganz wohl, auch wenn es deutlich anders ist. Tirana und das was ich vom Rest gesehen habe hat auf alle Fälle Charm - halt herben Charme.

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