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17. Etappe von Kotor nach Shkoder

Nach meinem Bummel durch Kotor gestern Abend wartete auf mich ein Abendessen in meiner Unterkunft. Sandra, die Besitzerin und Namensgeberin der Herberge, hatte mich überredet das Abendessen zu probieren, dass ihre Schwiegermutter (angeblich professionelle Köchin) zubereitet - es sollte frischen Fisch geben. Und den gab es dann auch mit viel Gemüse, Reis und Kartoffeln und noch mehr Olivenöl. Es hat sich wirklich gelohnt. Neben dem guten Essen spülte das Schicksal mir Ismail an die Seite. Er war auch in der Herberge untergekommen und hatte sich zum Abendessen überreden lassen. So verbrachten wir den Abend zusammen.



Ismail kommt aus Marokko und ist dort Business-Analyst im Agrarbereich. Auch er ist mit dem Rad unterwegs. Gestartet ist er in Thessaloniki und fährt im Prinzip meine Tour bis Dubrovnik in umgekehrter Richtung. Allerdings will er noch einen Abstecher über Mostar machen. Ein wirklich schöner Abend mit interessanten Geschichten ums Radfahren in Marokko.


Heute bin ich, um auch der Hitze etwas aus dem Weg zu gehen, schon um 6 Uhr losgefahren. Am Ende des ersten Anstiegs gab es noch mal einen tollen Ausblick auf Kotor.



Danach sollte der Track sich über kleine Wege durch die Berge schleichen - tat er auch. Ja, bis die Straße auf einmal einfach nicht mehr da war. Offenbar ist der halbe Berg dort abgerutscht - an Weiterkommen in geplanter Richtung war nicht mehr zu denken. Also umkehren, zurückfahren ins Tal und auf die Hauptstraße. Auf der Hauptstraße bin ich dann bis über die Hälfte der heutigen Etappe geblieben (bis kurz vor Bar).


Danach ging es östlich ins Hinterland Richtung der albanischen Grenze. Hier waren die Straßen gut und im wesentlichen leer - schön zu fahren. Es war wahrzunehmen, dass die Kirchtürme in den Ortschaften mit der Strecke zu Minaretten wurden. Ein langsamer Übergang in Richtung islamisch geprägter Welt.



Von der albanischen Grenze bis nach Shkoder waren es dann noch 15 km. Shkoder bezeichnet sich in Albanien als fahrrdfreundliche Stadt. Und in der Tat gibt es dort einige (wenige) Radstreifen und Menschen, die sich mit dem Rad bewegen - und sogar ein Radgeschäft (siehe Foto).



Deutlich wahrzunehmen war, dass man sich jetzt in Albanien doch in einem anderen kulturellen Umfeld befindet. Und das gilt nicht nur für unsere Standards im Bezug auf Stromversorgung, Müllentsorgung und Wohnen. Allerdings von Gefahr spüre ich hier (bisher) überhaupt nichts. Die. Menschen sind eher zurückhaltend doch freundlich, wenn man sie anspricht. Mal sehen ob das dann auch für Tirana gilt - da gehts morgen hin mit einem Ruhetag in der Stadt. Das bedeutet zweimal im gleichen Bett schlafen - worüber man sich so freuen kann...


Dies Bilder von der heutigen Tour:



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